Biken

Liebe Biker und die, die es noch werden wollen,

Ganz kurz meine Erfahrungen.

Schon in der Früh werde ich nervös weil ich mich schon auf mein Radl setzen möchte. Das Frühstück wird meistens kurz gehalten, aber dann beginnt die Trödlerei: schnell WhatsApp und Emails checken, meine Frau fährt ins Büro und ich beginne mir mein Radl Gwandl anzuziehen. Ständig den Blick auf das Wetter und noch schnell die Katze raus. Dann hält mich keiner mehr. Runter in die Garage und in die Schuhe rein, die heizbaren Handschuhe darüber und es kann losgehen. Die Uhr starten und ab geht’s in den tief verschneiten Winterwald. Der Schnee auf den Bäumen und die kalte frische Luft bringen mich in einen anderen Zustand des Glücks . Mein Rennen ist nun auch schon vorbei, da ich ab diesen Zeitpunkt nur mehr genieße.

Egal wie viele Höhenmeter ich heute schaffe, Hauptsache ich habe mich überwunden in die Kälte raus zu gehen. Erst mal draußen und in Bewegung spielen Temperaturen und Wetter keine Rolle mehr. Ich, meine lieben Freunde und Indoor-Junkies, kann euch nur empfehlen, macht das so wie ich und ihr werdet richtig glücklich sein. Die Natur zu genießen ist das schönste und gesündeste was es gibt. In meiner momentanen Umgebung [Wechsel Gebiet], die durch den vielen Schnee zur Zeit sehr begrenzt ist, sehe ich bei einer Ausfahrt oft nur 2, 3 Menschen mit Schneeschuhen oder ein paar nette Holzfäller, sonst außer Wildtiere niemanden. Sehr entspannend die ganze Sache. Ich kann euch nur raten raus aus der Wohnung, raus aus den Häusern. Ganz egal ob Rad, Schneeschuhe, Langlauf, Ski oder zu Fuß: Hauptsache raus.
Und auch das Corona – Virus hab ich da draußen noch nicht gesehen.

In diesem Sinne alles Liebe

Azi The biker

30

Was für eine Zahl!

das perfekte Alter zum Radfahren? Das Gewicht eines  Anbauteils aus Karbon? Nein! 30 ist das Ziel aller Träume eines Hobby Rennradfahrers – die Durchschnittsgeschwindigkeit auf, na sagen wir mal, zumindest 60km! So wird der Rennradfahrer zum Radrennfahrer!

Warum hier nicht gegendert wird?

Frauen sind nicht so! Eine Frau macht eine Ausfahrt, zwei Frauen machen eine Ausfahrt, usw. (ewig)

Und die Männer? Ein Mann ist eine Trainingsgruppe, 2 Männer? Natürlich! Ein Rennen! usw. (ewig)

Wo sind die Zeiten, rauf aufs Rad und genießen? Einfach „ins Land einifahrn“… Gab es  das jemals?

Nein. Wahrscheinlich nicht und leider, auch ich bin keine Ausnahme. Man(n) ertappt sich immer wieder: gemütlich und ruhig anfahren, der Rückenwind schiebt, es rollt! Ohne es zu wollen kalkuliert das Gehirn nach 2h: es geht sich noch aus! Die restliche Strecke verläuft zwar gegen den Wind und bergauf, aber: es kann sich noch ausgehen!

Aus dem bisherigen Durchschnittspuls von lässigen 118 schlägt man bald bei 180+ an, die lockeren Stückerln gehen dann eh noch mit 165.

Meist endet man in einem (weiteren) persönlichen Waterloo, voll fertig, Schnitt: 29,8!! Waaahhhhhh

Was man dagegen tun kann? Fast nix. Meine Lösung: viel fahren, den Wunschschnitt auf 33 anheben, dann hat man am Ende vielleicht 32,8 am Tacho, voila, so einfach!

Zum Schluss im Ernst. Fast jede(r) schielt zumindest manchmal auf den Dreißiger, aber seien wir doch ehrlich: nicht jede Ausfahrt muss ein Rennen sein! Immer andrücken ist auch nicht gut, der Mut zur Pause ist heute mehr denn je gefragt (zumindest manchmal, ok?)…

So long, ride now – work later, Walt

50.000 km auf Strava

Ein Großteil meiner 50k km auf Strava

Als ich am 12.2.2011 in Bayreuth zum ersten Mal einen Garmin Fahrradcomputer auf eines meiner Fahrräder montierte konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass ich knapp 10 Jahre später, nach einer Fahrt bei Minusgraden am Anninger in Mödling, meinen 50.000 Kilometer auf Strava hochladen würde.

Zugegeben, gegen die wirklichen Vielfahrer unter euch, sind durchschnittliche 5.000 Jahreskilometer ein Lercherlschaß, aber für mich als jemand der versucht viel zu viele Dinge in seinem Leben unterzubringen ist die 50.000 Kilometer-Marke doch schon eine Hausnummer und Anlass ein wenig zurückzublicken.

Viel ist passiert in meinem Leben in den letzten zehn Jahren: Verliebt, verlobt, verheiratet und Vater der tollsten Tochter der Welt, … zwei Jobwechsel, zwei Wohnortwechsel und zunehmend graue Haare – gottseidank bislang hauptsächlich im Bart, wo ich Sie einfach abrasieren kann. Bei diesem Rückblick hier, soll es aber um die Erinnerungen innerhalb der 50.000 auf Strava dokumentierten Kilometer gehen.

Obwohl ich im Ursprung und im Herzen ein Mountainbiker bin, geht die Mehrzahl der Kilometer in den letzten 10 Jahren auf Fahrten mit Rennrädern zurück. 3 verschiedene Rennräder leisteten mir für ca. 30.000 Kilometer treue Dienste. Mein erstes Rennrad, welches ich mir noch in Oxford gekauft hatte und mit dem ich persönlich nach Bayreuth geradelt bin, wurde mir während einer Konferenz in Dresden aus der Hotellobby gestohlen. Was Strava betrifft, hat sich das Rennrad sich somit mit der Radfahrt mit der Strecke Bayreuth-Dresden (267 km, 3200 Höhenmeter) ordentlich verabschiedet. Weniger glamurös ist der Status meines zweiten Rennrades, welches derzeit bei knapp 22.500 Kilometer steht und zum Pendeln und als Winterfahrrad misbraucht wird. Der Liebesentzug ist ursächlich auf die erstmalige Anschaffung eines italienischen Carbon-Rennrads im Februar 2020 zurückzuführen. Die junge Italienerin hat mich dieses Jahr deutlich schneller gemacht, die wirklich epischen Abenteuer mit ihr stehen allerdings noch aus. Die 5.226 Kilometer in den ersten 11 Monaten haben aber jedenfalls Lust auf mehr gemacht und sobald die winterlichen Straßenverhältnisse wieder vorbei sind, heisst es wieder „Carbon-statt-Kondition!“

Meine wildesten Mountainbike-Aktionen datieren alle zurück in die prä-GPS-Computer-Zeit und sind somit noch nicht auf Strava verewigt. Lediglich meine letzte Solo-Teilnahme bei einem 24-h-MTB Rennen ist in den 50.000 Kilometern enthalten. Die 315 Kilometer und 4930 Höhenmeter beim 24-h-Rennen in der Maxhütte 2012 sind somit meine all-time-Bestleistungen auf Strava.

Sonst lassen sich in meinen Strava-Aufzeichnungen einige geograpische Ausreisser finden, da ich meinen Weltentdeckerdrang üblicherweise versuche auch mit dem Fahrrad auszuleben. Neben einer Runde auf Mauritius stechen ein paar Mountainbike-Ausfahrten in den USA und improvisierte Trainingslager auf den Azoren, Madeira und Gran Canaria hervor. Dies beinhaltet die wirklichen Fahrrad-Abenteuer in meiner Jugend naturgemäß nicht, wobei diese auch einiges an Abenteuercharakter eingebüßt hätten, wenn ich damals schon GPS auf meinem Fahrrad gehabt hätte. Aber das ist eine andere Geschichte.

Abschließen möchte ich den kurzen Rückblick in meine 50.000 Strava Kilometer mit einem weiteren Aspekt der heutigen Ausfahrt. Da aufgund der aktuellen Corona-Krise keine Fernreisen möglich sind, habe ich es in den letzten 56 Wochen geschafft zumindest jeweils mindestens eine Radfahrt zu machen. Und so wie es aussieht, könnte das durchaus noch länger so weiter gehen. Alsdann, mit dem Motto „Carbon-statt-Corona“ auf in die nächsten 50.000 Strava Kilometer.

Radlgedanken & Mehr #01-2021

kaaaalt ist's

01.01.2021! „Alles“ wieder auf Null! Kein einziger Höhenmeter, kein Kilometer! Nicht einmal ein einsames Watt auf Strava! Dafür natürlich einer, der um 03:45 in der Früh den ersten 100er reingestellt hat, so ist es halt! Jetzt nur keine Panik kriegen, wir haben ja noch das ganze Jahr vor uns, aber trotzdem: raus aufs Radl und zumindest das neue Jahr anfahren! Nur kurz. Nur langsam, bin eh gleich wieder da. Was ist es geworden? 100km+ mit 29-iger Schnitt (im Jänner durchaus ok), Männerpsyche halt. Immerhin den Nachweis erbracht, ein echter Mann zu sein. Es reicht halt nicht, immer nur die Gebrauchsanweisung wegzuschmeißen!

Corona ist abgehakt, nur so im Kopf halt, wir haben jetzt ein neues Jahr. Ich freu mich schon sehr auf die Ausfahrten, die Rennen, ja, sogar auf den warmen Regen im Sommer!

Und ich setze mir Ziele, ja, echt! Im Verein: endlich die wöchentliche Ausfahrt (jeden Mittwoch am Nachmittag, ein kleines aber feines Runderl)!

Und als Rennradfahrer bzw. Radrennfahrer?? Ein paar Saisonhöhepunkte: Race Around Niederösterreich (wird schon gehen), 24h Grieskirchen (nehm‘ ma mit), eine Anningergeschichte wäre auch noch lässig. Dazu natürlich, wenn auch chancenlos, unsere RC Arbö Mödling Zeitfahren. Nicht zu vergessen, die Clubmeisterschaft im Herbst, immer ein Renner!

Momentan ist’s zwar frisch, aber sogar das kann schön sein wie ihr seht!

Ich wünsche Euch allen eine Top Saison, nicht stürzen und vor allem: viel Spaß!

Walt