[oder: „wie deppat kann ma sein?“]

Irgendwann im Winter 2025/2026.
Ein unsäglicher Abend, mutmaßlich gemeinsam mit Walter L. (Präse III), Kurt M. (CEO-Chief Event Officer). Anscheinend war auch (mind. 1) Bierl im Spiel!
Eigentlich wissen wir nicht mehr, wie das passieren konnte, aber: wir haben uns zur Salzkammerguttrophy angemeldet! Klar, daß nur die „A“ zählt! Klingt im Jänner nicht wild, wahrscheinlich haben wir auch noch darauf angestoßen!
Ein paar Monate später hat es sich anders angefühlt! Kurt und ich stehen mit Melanie (RCM Best Support Team) in der Morgendämmerung. Es ist 04:30 und wir Deppen stehen wirklich da! Zumindest nicht alleine. Ein paar von den „sicher auch nicht Gewinnern“ kommen natürlich später, heben ihr sch@@ Radl seitlich über die Gitter rein und liften Ihre Körper ungelenk nach! Die Typen sind echt überall!
Aber: wenn sie meinen, dass diese paar Meter etwas bringen, na dann! Ich trinke einen
Schluck vom Kaffee und überschlage: 20m weiter vorne im Block, auf 210km mit knapp
7.000hm? Hm, kann so früh noch nicht rechnen, aber viel wird’s nicht sein!
Die Stimmung im Publikum ist top (für die Uhrzeit), die Lichter in den Fremdenzimmern
rund um den Start gehen auch an: ACDC auf Gas, lässig!
Ein kleiner Seitenhieb muss sein: wir sind nur zu zweit! Die anderen RCM Kollegen fahren
die halbe Strecke, die „be“! NEID! Die will ich auch fahren! Viel lieber! Aber ausgmacht is
ausgmacht, da ist mit einem Bäckermeister und seiner Entourage nicht zu spaßen!
Außerdem hat sich Melanie soooooviiiel Mühe gemacht (Outfit, Plakate, Logistik)! Da trau‘
ich mich nicht zurück zu ziehen!
START! Was nun zählt: pacen! Es ist noch dämmrig, wir sind uns sicher, auf dem ersten km in Bad Goisern geht’s (noch) nicht um den Sieg. Die Verhältnisse sind aber top! Schön frisch, es wird ein schöner Tag (gemeint ist nur das Wetter; natürlich).
Auf geht’s, genauer gesagt: auffi! Für mich beginnt gleich mal die Hölle! In der Vorbereitung ein paar Wochen vorher die ersten „Stich“ rauf gefahren, diesmal schieben! Warum? Stau, Rennstress,… sobald die ersten vorne aus den Cleats gehen, gehen alle! Aber nicht so schlecht, zumindest beginnen wir nicht zu schnell!
Die ersten 900hm sind bald drin, die erste Abfahrt. Eine schnelle Schotterpassage, leider
bauen sich dort die ersten schon voll im Felsen ein! Auch hier meine Meinung: unsereiner
gewinnt 1. so ein Rennen eh gar nicht und 2. Nicht auf den ersten 10% der Strecke! Den
ganzen Tag über, speziell aber am Beginn (Übermotivation) und am Ende
(Unterkonzentration) sehe ich immer wieder Bremsspuren raus ins Nirwana, da hat’s
leider einige erwischt. Die Abfahrten sind sowieso ein Spezialthema (und meine
Achillesferse). In der wildesten Passage frage ich den Bergretter, OB da Konkurrenten wirklich runter fahren? Die kurze Antwort: „a poa homs probiert!“ Nur in dieser Passage waren zumindest 3 Bergretter, jeder hatte auch eine Trage mit voller Rette-Bergeausrüstung dabei! Insgesamt: wieder NEID! Was die Gegend dort aufstellt, irre. Gefühlt sind alle Salkammergutindianer dabei und helfen! Melanie löst sogar einmal einen 90 jährigen Streckenposten ab!
Kurt und ich hanteln uns gemeinsam getrennt von Jausenstation zu Jausenstation (okeh, Labestationen). Während er sich bald von Schmalzbrot und Linzer Schnitten ernährt, bleibe ich bei Wassermelonen und Käse, dazu Salzstangerl!
Die Pace stimmt! Das erste Mal dabei, also ist die Zeit (fast sausage); unter 15h soll’s aber schon sein! Es ist, zumindest für mich, ein rennmäßiger Streckencheck. Generell bin ich die ganze Sache, da unbekannt, viel zu langsam gefahren, aber das ist eher egal. Am Ende lag die Zeit dann trotzdem weit drunter!
Warum ich weiß, dass es schon um einiges schneller geht: nur ein kurzer Krampf (da geht viel mehr ) und, noch schlimmer die Aussage im Ziel: „des fahrma noamoi“ – ich gehe zurück zum Anfang: „wie deppat kann ma sein?“

Aber nochmals auf die Strecke: um die Mittagszeit sind mal 3.500hm drin, ab jetzt wird’s nur mehr weniger, cool. Die Szenerie ist ein Wahnsinn, die Klassiker wie die „ewige Wand“, die Stiegenpassagen runter zur Traun, der Hallstätter See- tippitoppi. Am Nachmittag geht’s dann schon rüber um den See nach Hallstatt, dann rauf auf den Rosskopf (oder so). Unten rein geben es sich die Hallstätter Jugendlichen Vollgas, wieder ACDC gepaart mit Kramperllarven, lässig. Und in dem Moment doppelt gut: es geht gerade ein Gewitter nieder, ideal. Kann super bergauf pedalieren, glaub sogar kurz, ich bin ein guter Bergfahrer: auf dem Anstieg „verrauchen“ schon einige Kolleg:innen. Naja, kein Wunder: sind da schon bei ~5.000hm! Das heisst aber auch: es ist nimmer so weit. Die restlichen 1.500hm+ läppern sich noch zusammen. Mir zieht’s nun eher schon bei den Abfahrten den Stecker, die Federgabel funktioniert schon ein Zeitl nimmer, die Downhills sind auch mit gscheitem Material nicht ohne. Die Hinterbremsn und die Garminhalterung prellt’s locker, aber mit Kabelbinder und Holzsteckerl kann man alles irgendwie fixen!

Mittlerweile sind wir auf den letzten Kilometern, klar, die Veranstalter haben noch ein paar Details eingebaut (Kiesbett bergauf, der Kurt baut sich da super ein …). Für ein paar Passagen zahlt sich meine 32/10 Übersetzung nun doch aus, natürlich blas‘ ich dann bei einer Einfahrt vorbei und muss wieder (kurz) zurück, geschenkt!

Dann rauf auf den Lenker, Zeitfahrhaltung, nach 13h mit den nassen Unterarmen locker am ebenfalls nassen Lenker, die Hände möglichst weit weg von den Bremsen, mit einem 50ger runter! Clever! Und dann? Die Melanie ist sooo irre, seht selbst! Solche Fans haben wir, die sind auch verrückt (aber zumindest nicht so, dass sie die A fahren)!
Ab ins Ziel und da ist auch schon Präse III, Michi, Barbara, Melanie kommt auch bald, Sabine bringt ein Bierl, Christian M. kommt auch schon daher. Der war auf der Be super unterwegs, ohne Kreuzschmerzen und vergisst zu trinken! Naaaaa… aber „Schampoo“, auch geschafft
Der Präse hat sowieso nur einen lockeren Ausflug in einer Super Zeit gemacht, weil: Ohne Salzberg zählt’s net!“ Übern Michi B. sag‘ i nur: „die erste Rennsaison, irre Leistungen“! Und: „Obacht! Wir wissen echt nicht, was in unseren Wintersitzungen passiert, „plötzlich angemeldet“!

Conclusio: es hat mir extrem gefallen, da will man mehr! Ganz sicher evtl. beim Material ein wenig nachrüsten, die Form auch…
Also, liebe Kolleginnen und Kollegen: „wann treffen wir uns zur Vorbesprechung?“
ein „A“ geflashter te walt

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